Samstag, Februar 14, 2026

Die Spule ist ein zentrales Bauteil der Elektrotechnik und spielt eine wichtige Rolle in vielen Gleich- und Wechselstromanwendungen. Sie beeinflusst den Stromfluss durch ihre Fähigkeit, ein Magnetfeld aufzubauen und Energie darin zu speichern. Für die Lehrabschlussprüfung ist es entscheidend zu verstehen, wie eine Spule funktioniert, wie sie sich in verschiedenen Stromarten verhält und welche technischen Größen – wie Induktivität oder Blindwiderstand – dabei eine Rolle spielen.

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1. Grundprinzip

Eine Spule ist ein Bauteil, das aus aufgewickeltem Draht besteht und in einem Stromkreis eine Induktivität erzeugt. Sie speichert Energie nicht als elektrische, sondern als magnetische Energie.

2. Wichtige Fachbegriffe

Induktivität (L)

  • Maß dafür, wie stark eine Spule Stromänderungen entgegenwirkt.
  • Einheit: Henry (H).

Selbstinduktion

Wenn sich der Strom

Strom

Der elektrischen Strom ist der Fluss von Elektronen durch einen Leiter.

durch die Spule ändert, entsteht in der Spule eine Gegenspannung (Induktionsspannung). Diese Spannung wirkt der Stromänderung entgegen.

Formel (in vereinfachter Schreibweise):

Uind = - L · dI/dt

Induktiver Blindwiderstand (XL)

Bei Wechselstrom besitzt die Spule einen Blindwiderstand, der den Stromfluss begrenzt.

Formel (in vereinfachter Schreibweise):

XL = 2 · π · f · L

  • f: Frequenz des Wechselstroms
  • L: Induktivität der Spule
  • Je höher Frequenz oder Induktivität, desto größer der Blindwiderstand.

3. Verhalten der Spule

Bei Gleichstrom (DC)

  • Beim Einschalten wirkt die Spule zunächst wie ein Widerstand, der den Stromanstieg verzögert.
  • Nach längerer Zeit (stationärer Zustand) verhält sich eine ideale Spule wie ein Kurzschluss.

Bei Wechselstrom (AC)

  • Die Spule erzeugt einen frequenzabhängigen Blindwiderstand.
  • Der Strom
    Strom

    Der elektrischen Strom ist der Fluss von Elektronen durch einen Leiter.

    hinkt der Spannung nach (Phasenverschiebung).
  • Merksatz: „Spule – Strom
    Strom

    Der elektrischen Strom ist der Fluss von Elektronen durch einen Leiter.

    zu spät“.

4. Energie in der Spule

Die Spule speichert Energie in ihrem Magnetfeld.

Formel (in vereinfachter Schreibweise):

W = 1/2 · L · I²

  • W: gespeicherte Energie
  • L: Induktivität
  • I: Strom
    Strom

    Der elektrischen Strom ist der Fluss von Elektronen durch einen Leiter.

    durch die Spule

5. Praktische Anwendungen

  • Drosseln zur Strombegrenzung
  • Wicklungen in Transformatoren
  • Elektromagnete
  • Motoren und Generatoren
  • Relais und Schütze
  • Filter in Netzteilen und Elektronik

6. Typische Prüfungsfragen (LAP)

  • Was ist Induktivität und in welcher Einheit wird sie angegeben?
  • Wie verhält sich eine Spule bei Gleichstrom und bei Wechselstrom?
  • Was versteht man unter Selbstinduktion?
  • Wie lautet die Formel für den induktiven Blindwiderstand?
  • Warum hinkt der Strom
    Strom

    Der elektrischen Strom ist der Fluss von Elektronen durch einen Leiter.

    bei einer Spule der Spannung nach?
  • Nenne typische Anwendungen von Spulen in der Elektrotechnik.

7. Wichtige Merksätze

  • Spule speichert Energie im Magnetfeld.
  • Bei Wechselstrom hinkt der Strom
    Strom

    Der elektrischen Strom ist der Fluss von Elektronen durch einen Leiter.

    der Spannung nach.
  • Der induktive Blindwiderstand steigt mit der Frequenz und mit der Induktivität.
  • In einer Spule entsteht bei jeder Stromänderung eine Induktionsspannung.

Weiterführende Quellen

Mehr Informationen sind auf diesen Links zu finden.

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